Finanzbericht
(zur Jahresrechnung 2025 nach Swiss GAAP FER)
Im Geschäftsjahr 2025 konnte die operative Leistungsfähigkeit des Spitals gesteigert werden. Der Betriebsertrag wuchs im Vorjahresvergleich um 6.1 % auf TCHF 243'376 an. Da das Wachstum des Betriebsaufwands (vor Abschreibungen und Nutzungsgebühren) mit 5.2 % unterproportional zum Ertrag blieb, resultierte eine positive Steigerung des operativen Ergebnisses vor Mieten (EBITDAR). Das EBITDAR erhöhte sich von TCHF 13'440 auf TCHF 16'250, was einem Zuwachs von rund 20.9 % entspricht. In der Folge verbesserte sich die EBITDAR-Marge von 5.9 % im Vorjahr auf 6.7 %.
Diese positive Entwicklung zeigt an, dass die Skaleneffekte und Effizienzmassnahmen im Betrieb greifen. Trotz des anhaltenden Kostendrucks im Gesundheitswesen und den vom Kanton vorgegebenen Lohnentwicklungen konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Dies ist ein wichtiges Signal für die Selbstfinanzierungskraft des Spitals, da das EBITDAR die Basis für die Deckung der Infrastrukturkosten (Nutzungsgebühren/Mieten) und die Modernisierungsvorhaben bildet. Auch auf Stufe EBITDA (5.7 %) und beim Jahresergebnis (TCHF 7'328) spiegelt sich dies wider.
Für die Modernisierung wurden 8.4 Mio. Franken investiert, und die übrigen Investitionen in Ersatz- und Neubeschaffungen beliefen sich auf 8.2 Mio. Franken.
Kennzahlen 2025 / 2024
Beträge in TCHF |
2025 |
2024 |
Betriebsertrag |
243'376 |
229'291 |
Betriebsaufwand (ohne Abschreibungen und Nutzungsgebühr) |
227'126 |
215'851 |
EBITDAR |
16'250 6.7% |
13'440 5.9% |
Nutzungsgebühr / Miete |
2'294 |
2'488 |
EBITDA |
13'957 5.7% |
10'953 4.8% |
Jahresergebnis |
7'328 |
4'254 |
in % des Betriebsertrages |
3.0% |
1.9% |
Personalaufwandsquote |
67.9% |
68.3% |
Investitionen Modernisierung SSH |
8'438 |
7'401 |
Investitionen übrige |
8'210 |
8'701 |
Eigenkapitalquote |
84.8% |
83.5% |
Eigenkapitalrendite |
4.7% |
2.9% |
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 14.09 Mio. Franken oder 6 % (Vorjahr 3 %) auf 243.38 Mio. Franken. Die wesentlichen Treiber sind mit einem Umsatzzuwachs von CHF 4.2 Mio. die Stationären Erträge, mit CHF 4.4 Mio. der Ambulante Ertrag sowie die Beiträge und Subventionen des Kantons Schaffhausen mit CHF 4.0 Mio. Während aus den übrigen Stationären Tarifräumen stabile Erträge auf insgesamt dem Vorjahresniveau resultieren, verzeichnet der Tarifraum SWISS-DRG 2025 und Rehabilitation (+10.9 %) deutliche Ertragszunahmen. Der normierte DRG-Erlös aus Grundversicherungsleistungen stieg um CHF 4.3 Mio. (+4.5 %) gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung war ein deutlicher Mengeneffekt bei den Austritten, der sowohl die budgetierten Werte als auch das Vorjahr übertraf. Zudem leisteten erfolgreich verhandelte Baserates einen positiven Beitrag von rund CHF 1.5 Mio. Trotz des Volumenwachstums sank das durchschnittliche Fallgewicht (CMI) um 2.4 %. Dieser Rückgang ist auf zwei Faktoren zurückzuführen:
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 14.09 Mio. Franken oder 6 % (Vorjahr 3 %) auf 243.38 Mio. Franken. Die wesentlichen Treiber sind mit einem Umsatzzuwachs von CHF 4.2 Mio. die Stationären Erträge, mit CHF 4.4 Mio. der Ambulante Ertrag sowie die Beiträge und Subventionen des Kantons Schaffhausen mit CHF 4.0 Mio. Während aus den übrigen Stationären Tarifräumen stabile Erträge auf insgesamt dem Vorjahresniveau resultieren, verzeichnet der Tarifraum SWISS-DRG 2025 und Rehabilitation (+10.9 %) deutliche Ertragszunahmen. Der normierte DRG-Erlös aus Grundversicherungsleistungen stieg um CHF 4.3 Mio. (+4.5 %) gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung war ein deutlicher Mengeneffekt bei den Austritten, der sowohl die budgetierten Werte als auch das Vorjahr übertraf. Zudem leisteten erfolgreich verhandelte Baserates einen positiven Beitrag von rund CHF 1.5 Mio. Trotz des Volumenwachstums sank das durchschnittliche Fallgewicht (CMI) um 2.4 %. Dieser Rückgang ist auf zwei Faktoren zurückzuführen:
- Katalogeffekt: Systembedingte Anpassungen im SwissDRG-Katalog reduzierten das Fallgewicht um ca. 1–2 %.
- Struktureffekt: Ein Zuwachs bei weniger komplexen Fällen sowie ein Rückgang im High-End- Bereich (Kostengewicht [CW] > 4.0), insbesondere in der Inneren Medizin und Chirurgie. Der Anteil hochkomplexer Fälle sank von 1.5 % auf 1.0 %, was den Erlösanteil dieser Gruppe von 12.1 % auf 10.0 % drückte. Mit einem Anteil von 56.1 % dominieren Fälle mit einem Kostengewicht < 0.799 das Patientenportfolio. Die mittleren CW-Gruppen (0.8 bis 2.299) erwiesen sich mit einem Erlösanteil von 51 % als wirtschaftliches Rückgrat des Spitals. Besonders positiv hervorzuheben ist die Steigerung der Fallzahl mit einer Verweildauer zwischen unterer Grenzverweildauer bis zur mittleren Verweildauer auf 72.9 % (Vorjahr: 70.8 %). Da diese Kategorien in der Regel positive Deckungsbeiträge liefern, konnte die operative Marge trotz sinkender Fallkomplexität gestützt werden.
Die Mehrleistungen im VVG-Bereich liegen deutlich über Vorjahr. Dies resultiert aus gezielten Fallzahlsteigerungen, guten Kooperationen mit Belegärztinnen und -ärzten in spezialisierten Fachbereichen und einer optimierten Auslastung der entsprechenden Kapazitäten.
Der Trend zur ambulanten Behandlung im Spital und das Fehlen geeigneter alternativer Versorgungsangebote für Notfälle führte zu einer deutlichen Leistungszunahme. Das Ertragswachstum von 4.4 Mio. Franken gegenüber der Vorjahresperiode hat die Nachfrage in den Bereichen Notfallzentrum, Radiologie, Angiologie sowie die Kardiologie bewirkt sowie die leicht höheren Tarife durch verfügte TarMed-Arbeitstarife (+ 1 Mio. Franken).
Der Übrige Ertrag erreichte den Zuwachs von rund 7.5 % gegenüber dem Vorjahr durch die Nachfrage nach Medikamenten, Dienstleistungen für Dritte sowie Rettungsdienstleistungen. Die Kantonsbeiträge werden jährlich mit dem Kanton Schaffhausen aufgrund der bestellten Leistungen vereinbart.
Der Personalaufwand erhöhte sich um insgesamt 8.7 Mio. Franken oder 5.6 % auf 165.25 Mio. Franken. Diese Erhöhung ist auf die höhere Leistungsmenge, die verbesserte Rekrutierung von Fachpersonal sowie die Lohnrunde des Kantons Schaffhausen (2.3 %) zurückzuführen. Digitalisierungs- und Reorganisationsprojekte sind die Haupttreiber der Sachkostenentwicklung. Die Überwälzung von Preiserhöhungen an die Verbraucher und der höhere Bedarf an Arzneimitteln, medizinischem Einwegmaterial und Implantaten haben zusätzlichen Aufwand verursacht. Das positive Jahresergebnis 2025 von 7.3 Mio. Franken, zu dem auch die Auflösung einer Rückstellung beiträgt, unterstreicht die operative Resilienz der Spitäler Schaffhausen und schafft trotz des anhaltenden Tarifdrucks sowie der steigenden Fallkosten die notwendige finanzielle Basis für künftige Investitionen in die medizinische Versorgungsqualität und die digitale Transformation.
Mit einer Eigenkapitalquote von 84.8 % sind die Spitäler Schaffhausen sehr gut kapitalisiert. Für die Modernisierung der Spitäler Schaffhausen wurden 8.4 Mio. Franken investiert, und die übrigen Investitionen in Ersatz- und Neubeschaffungen beliefen sich auf 8.2 Mio. Franken. Die grössten Beschaffungsprojekte betrafen den Ausbau der Nuklearmedizin, die Erneuerung des ICT-Netzwerks zusammen mit der ITSH sowie den Ersatz von veralteten diagnostischen Geräten.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Spitäler Schaffhausen beschäftigten 2025 insgesamt gewichtet 1'139 Vollzeitstellen (Vorjahr: 1'108.4), die von 1'734 Mitarbeitenden (Vorjahr: 1'707) besetzt sind, davon 191 Auszubildende und Studierende in 23 Berufen. Der Anteil Frauen betrug 74.3 %, der Anteil Männer 25.7 %. Der Altersdurchschnitt (Median) betrug rund 42 Jahre.
Aussergewöhnliche Ereignisse
Im Geschäftsjahr 2025 sind keine ausserordentlichen Ereignisse eingetreten, die die Ertrags- oder Vermögenslage wesentlich beeinflusst hätten. Im Tarifraum TarMed musste aufgrund gescheiterter Verhandlungen mit den Krankenversicherungen durch den Kanton Schaffhausen ein Arbeitstarif festgelegt werden, der bis zum Festsetzungsbeschluss des Regierungsrats gültig ist.
Zukunftsaussichten
Die Spitäler Schaffhausen verfügen über eine gefestigte Vermögensbasis, die die Transformation hin zu einer integrierten, wohnortnahen Gesundheitsversorgung vorantreibt und die Position als systemrelevante Arbeitgeberin im Kanton Schaffhausen festigt. Mit dem Voranschreiten der Realisierungsphase der Modernisierung der Spitäler Schaffhausen wird die bauliche Voraussetzung für effiziente Betriebsprozesse geschaffen, um das steigende Patientenaufkommen zu bewältigen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird die Zahl der über 60-Jährigen im Kanton deutlich ansteigen. Diese Bevölkerungsgruppe benötigt etwa zwei Drittel der medizinischen Infrastruktur eines Spitals, dazu kommt das Bevölkerungswachstum im Kanton. Der Fokus verschiebt sich auf die operative Implementierung digitaler Innovationen wie die elektronische Begleitung der Patientenprozesse, KI-assistierte Diagnostik-Tools und telemedizinische Angebote in den klinischen Alltag. Trotz operativer Fortschritte bleibt das wirtschaftliche Umfeld aufgrund unzureichender Tarifanpassungen und der strukturellen Unterfinanzierung kritisch. Die Jahresrechnung 2025 wird gemäss dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER veröffentlicht, wodurch die Vermögensund Ertragslage der Spitäler entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen dargestellt wird («true and fair view»).

